Leher Loop Bremerhaven

- Neugestaltung eines ca. 3.500 m² großen Platzes im Stadtteil Lehe zu einem offenen Quartiersplatz
- Entwicklung von Nutzungsperspektiven im Rahmen eines mehrstufigen Beteiligungsverfahrens
- Verbindung von schulischer Nutzung und öffentlichem Freiraum als gemeinsamer Bewegungs- und Begegnungsort
- Konzeption einer inklusiven, barrierefreien Bewegungslandschaft für alle Generationen
Der Leher Loop entwickelt für eine rund 3.500 m² große Fläche im Stadtteil Lehe ein neues, zukunftsfähiges Freiraumkonzept. Im Zentrum stand ein mehrstufiger Beteiligungsprozess, aus dem heraus unterschiedliche Nutzungsansprüche gebündelt und in ein klares räumliches Leitbild übersetzt wurden. Ziel ist ein inklusiver, barrierefreier Quartiersplatz, der Bewegung, Spiel und Aufenthalt miteinander verbindet und gleichzeitig durch die umliegenden Schulen im Rahmen des Schulsports mit genutzt werden kann

„Der Leher Loop verbindet Schule und Quartier zu einem gemeinsamen Bewegungsraum für alle Generationen.“

Die Planung basiert auf einer breit angelegten Partizipation: Fachämter, Schulen, Sportlehrkräfte sowie Kinder und Jugendliche brachten ebenso ihre Perspektiven ein, wie Bewohner:innen und lokale Akteure. Auf dieser Grundlage wurden drei konzeptionelle Ansätze entwickelt und diskutiert. Der Entwurf „Leher Loop“ wurde im weiteren Verfahren als Vorzugsvariante ausgewählt und bildet die Grundlage für die vertiefende Ausarbeitung.
Zentrales Element ist eine geschwungene, etwa 150 m lange Laufbahn, die sich als „Loop“ durch den Platz zieht.
Sie verbindet die einzelnen Bereiche miteinander und schafft gemeinsam mit modellierten Geländehügeln eine bewegte Topografie. Es entsteht ein dynamischer Raum, der zum Laufen, Rollen und spielerischen Erkunden einlädt und Bewegung als prägendes Thema im Alltag verankert.
Innerhalb dieser Struktur sind vielfältige Sport- und Bewegungsangebote angeordnet. Ein Kunststoffspielfeld ermöglicht unter anderem Basketball und schulische Nutzungen, ergänzt durch einen Calisthenics-Bereich sowie niedrigschwellige Angebote wie Bodentrampoline und Kletterelemente. Eine Boule-Fläche erweitert das Angebot für ältere Nutzer. Die Kombination fördert sowohl gezielte sportliche Aktivität als auch informelle Bewegung.


Die Randbereiche sind als Spiel- und Aufenthaltszonen ausgebildet. Im Bereich der Eupener Straße entsteht ein einladendes Entrée mit einem Spielangebot für verschiedene Altersgruppen und der „Bunten Bude“ als zentralem Treffpunkt. Offene Rasenflächen bieten Raum für freies Spiel und flexible Nutzungen. Leicht erhöhte, begrünte Schollen strukturieren den Platz und schaffen differenzierte Aufenthaltsqualitäten.
In Verbindung mit neuen Baum- und Gehölzpflanzungen entsteht ein ausgewogenes Verhältnis von befestigten Flächen und Grüninseln mit verbessertem Mikroklima und hoher Aufenthaltsqualität.
Der Entwurf verbindet Bewegung und Begegnung zu einem integrativen Freiraum, der das soziale Miteinander stärkt und dem Goethequartier einen identitätsstiftenden Ort verleiht.






